Großer Verhandlungserfolg: Oberwesel bekommt Fußgängerbrücke!

Die Buga wirft ihre Schatten voraus. Nachdem die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen noch einmal zusammen mit den Kommunen das Budget der Buga erhöht haben, werden nun neue Pläne öffentlich. Anders als bisher oft kolportiert, wird Oberwesel nun doch ein bezahlpflichtiges Buga-Gelände werden. Aus den Mitteln des erweiterten Vermögens wurde ein Etat von 1,73 Millionen Euro reserviert für eine Fußgängerbrücke.

Die Pläne für diese Brücke zeigen eine Verbindung der Rheinufer, sodass Fußgänger und Radfahrer:innen, die ihr Rad schieben, bequem übers Wasser kommen können. Seit Beginn des letzten Jahres greift allerdings eine neue Schutzklausel, die in der Flussschifffahrt den Einsatz von Segelschiffen in die Planung mit einbeziehen lässt.

Durch den Klimawandel ist der Einsatz von Segelschiffen auf Binnengewässern zunehmend attraktiv geworden, was aber zur Folge hat, dass Querungsbauten eine deutlich höhere Durchfahrtshöhe gewährleisten müssten. Nach langen Verhandlungen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt konnte die Stadt Oberwesel nun den Erfolg vermelden, dass es eine Fußgängerbrücke von Oberwesel nach Urbar geben wird. Im sogenannten Trägseilverfahren wird die etwa 2,8 Kilometer lange Brücke teilweise über Land und teilweise über Wasser spannen.

Der Fußweg nach Urbar kürzt sich damit um ca. 8 Minuten ab. Offen ist, nach wem diese Errungenschaft benannt werden soll. Im Gespräch sind »Bungert-Bogen«, »Stiehlway to heaven« und »Strähne der Loreley«. Die Entscheidung hierüber soll auf Drängen der Grünen in einem Bürgerentscheid getroffen werden. Die Bauarbeiten sollen am 1. April 2026 beginnen.